Auf zur Leichtigkeit

An dieser Stelle veröffentliche ich vorab Auszüge aus meinem neuen Buch „sich selbst zu ändern ist am schwersten“ (Erscheinungstermin 15. April 2017).

Den Anfang verpasst? Buchcover mit liegendem Schimmel vor blauem HimmelHier geht es zu Teil 1.

Dieser Weg wird kein leichter sein“, wusste Fußball-Weltmeister Deutschland und ließ sich von Xavier Nadoo anfeuern. „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer.[i] 2006 hat es nicht geklappt, aber 2014 wurde die Nationalmannschaft Weltmeister.

Auf dem Weg zu einer wertschätzenden und erfolgreichen Kommunikation wird es immer wieder Rückschritte geben. Es wird nicht immer klappen. Aber zweierlei ist sicher: Wer diesen Weg nicht einschlägt, dessen Weg ist noch viel, viel steiniger und schwerer. Und es ist nicht immer leicht, aber immer öfter, wenn man dran bleibt.

Also: Auf zur Leichtigkeit, die bei Dir selbst beginnt.

[…]

Im nächsten Kapitel zeige ich auf, wie es zu Konflikten kommt und wieso Konflikte vor allem mit Dir selbst zu tun haben.

2. Kapitel – Nährboden für Konflikte

Annas Geschichte:

Anna wurde in den Think Tank eines Konzerns gerufen, der bis dato aus zwei Kollegen bestand. Die beiden seien gleichgestellt, hatte man Anna beim Vorstellungsgespräch versichert, und sie sollte als Gleichgestellte das Team um ihre Kompetenzen bereichern. Kurz nach Arbeitsantritt wurde Anna klar, dass es eine informelle Hierarchie gab. Mit dem „Chef“ kam sie prima klar, den fand sie klasse. Mit dem anderen Kollegen traten jedoch schnell Probleme auf. Dieser Kollege schob ihr Aufgaben zu, die sie zwar hervorragend bewältigen konnte, im Übrigen schneller und – aus ihrer Sicht – viel besser als der Kollege. Aber ihre eigenen und eigentlichen Aufgaben, nämlich die Aufgaben um derentwillen sie die Stelle angetreten hatte, blieben zum Großteil liegen. Innerhalb eines Monats war sie so wütend auf ihren Kollegen, dass sie sogar daran dachte, den Job zu wechseln, auf den sie sich wirklich gefreut hatte.

Anstatt den Job zu wechseln, hat sie im Verlauf meines Coachings und Trainings die Art und Weise geändert, wie sie den Kollegen betrachtet hat. Anstatt sich auf seine Schwächen zu konzentrieren, hat sie sich auf seine Kompetenzen konzentriert, vor allem auf solche Kompetenzen, die sich mit ihren eigenen Schwächen ergänzt haben. Sie hat es geschafft, in diesem Prozess in die Wertschätzung für den Kollegen zu kommen. Was ist infolgedessen passiert? Anna und ihr Kollege haben die Aufgaben umverteilt, so dass sie sich vorrangig mit den Dingen beschäftigen konnten, die ihnen besonders leicht fielen und die ihnen besonders viel Spaß gemacht haben. Ihre Ergebnisse waren viel besser, sie waren beide zufriedener und sind beide gestärkt aus diesem Prozess hervorgegangen. Etwa drei Monate nach ihrem Stelleantritt verriet der fragliche Kollege Anna, dass er sich die Zusammenarbeit ursprünglich ganz anders vorgestellt hatte. Er dachte, „die bringe ich schon dazu, dass sie sie mir zuarbeitet.“ Man höre und staune, was er ihr dann anvertraut hat: Er sei entsetzt gewesen, als er festgestellt habe, dass sie in etlichen Bereichen viel mehr könne als er. Und wie froh er jetzt sei, dass sie mit ihm in seinem Team arbeite. Ein Traum für jedes Unternehmen und natürlich für die beiden und ihr Umfeld.

Barbaras Geschichte:

Barbara mochte ihre Arbeit überhaupt nicht. Sie hörte ihre biologische Uhr immer lauter ticken, sie hegte quälenden Groll gegenüber ihrem Ex-Partner und litt unter der unklaren Familienplanung. Sie kam zu mir und ließ sich von einem meiner Pferde spiegeln. Im Spiegel der Pferde finden sich Anhaltspunkte dafür, was jemand wirklich will und wohin die persönliche Reise gehen könnte. Als ihr klar wurde, worum es ihr eigentlich ging, hat sie ein Frauen-Pferde-Training bei mir besucht. Als sie zu mir kam, war ihr bereits klar, dass sie selbst etwas ändern muss, wenn sie die Dinge in ihrem Sinne verändern wollte. Keine vier Wochen nach dem Training lernte sie beim Joggen einen Mann kennen. Verblüfft haben beide festgestellt, dass sie seit drei Jahren Nachbarn sind. Bis dato hatten sie sich gegenseitig überhaupt nicht wahrgenommen. Es hat schnell zwischen den beiden gefunkt: Heute sind die beiden ein Paar. Für ihn ist es denkbar, eine Familie zu gründen. Barbara ist im 7. Himmel.

Kurz nachdem sie ihren Partner kennen gelernt hat, hat sie sich bei einem Startup vorgestellt. Der CFO, der Chief Financial Officer, möchte sie unbedingt haben, der CEO, der Chief Executive Officer, zögert. Letztlich scheitert es an der Finanzierung. Der CFO, der sie im Vorstellungsgespräch erstmalig erlebt hat, findet sie so gut, dass er sie unbedingt unterbringen möchte, wenn nicht im eigenen Unternehmen, dann doch wenigstens im Unternehmen seines Freundes. Er ruft seinen Freund an und empfiehlt ihm, Barbara unbedingt zu treffen. Das geschieht und Barbara bekommt umgehend ein Jobangebot, das einen Karrieresprung für sie bedeutet. Den ungeliebten Job hat sie inzwischen gekündigt. Aktuell bereitet sie sich auf die neue Herausforderung vor und ist „überglücklich. Besser geht es nicht.“

Claras Geschichte:

Ihr Freund, ihre große Liebe, hatte sich gerade von Clara getrennt. Sie suchte nach Antworten, was sie dazu beigetragen habe, dass er gegangen ist. Sie hat nach Möglichkeiten gesucht, selbst irgendetwas zu tun, damit ihr Leben künftig anders verlaufe. Auch Clara hat ein Frauen-Pferde-Training bei mir besucht. Sechs Monate später rief sie mich an und hat mir berichtet: „Stell‘ Dir vor, einige Wochen nach unserem Training hat ER mich angerufen und mir gesagt: ‚Ich kann und will ohne Dich nicht leben‘. Wir sind wieder zusammen und jetzt kommt’s. Das glaubst Du nicht: Wir werden dieses Jahr heiraten.“ Das haben sie auch getan. Sie sind inzwischen verheiratet.

Drei Namen, die geändert sind. Drei Geschichten, die wie ein Märchen klingen und doch vom Leben selbst geschrieben wurden.

Wenn es diesen Frauen gelungen ist, die Dinge zu erreichen, die sie erreichen wollen, den Traum zu leben, den sie leben wollen, warum tut das nicht jede Frau?

– Fortsetzung folgt –

Auszug aus:

Claudia Schulz
sich selbst zu ändern ist am schwersten
Berlin (Erscheinungstermin 15. April 2017)
Subskriptionspreis bis 28. Februar 2017: 11,95 € (anschließend 16,95 € inkl. 7% MwSt.)

Bestellung an: info@ereignis-coaching.de

[i] Xavier Naidoo, Dieser Weg, https://www.youtube.com/watch?v=VS4fyxuFZvA (eingesehen 21.01.2017).

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